Zertifikate

Wir stellen verschiedene Ansprüche an unsere Produktionspartner*innen, aber auch an uns selbst. Zertifizierungen sind einer davon. Unabhängige Auditierungen helfen dabei, sicherzustellen, dass die Produktionsbedingungen sowohl sozialen als auch ökologischen Anforderungen entsprechen. Je nach Produkt verlassen wir uns dabei auf bestimmte Siegel. Denn nicht jede Zertifizierung deckt alles ab.

Ein Beispiel: 

FAIRTRADE UND WFTO sind Siegel für faire Produkte bzw. fair agierende Unternehmen und decken einen sehr großen Teil unserer Anforderungen im sozialen und ökologischen Bereich ab. Das FAIRTRADE Siegel gibt es allerdings nicht für alle Materialien, daher greifen wir beim Rohstoff teilweise auf andere Siegel zurück. Zum Beispiel ist der Naturkautschuk für unser Intimate-Sortiment nicht als Rohstoff FAIRTRADE zertifizierbar, aber es gibt das Siegel der FAIR RUBBER Initiative, welche diesen Rohstoff an der Quelle untersucht und für uns freigibt, wenn alles stimmig ist. Durch diese Kombination verschiedener Zertifizierungen stellen wir sicher, dass alle Produkte, welche unter der Marke GÖTTIN DES GLÜCKS in Umlauf kommen, höchsten sozialen und ökologischen Ansprüchen gerecht werden. 

​Warum vertrauen wir Zertifizierungen?

  • Man kann viel behaupten ("Nachhaltig" ist heute schon fast alles, siehe die "Greenwashing Szene"), aber belegen kann man nur mit Zertifikaten und Transparenz. Dann ist drin, was drauf steht.  
  • Passieren kann dennoch etwas. Wir sind alle Menschen und Mißbrauch gibt es immer da, wo es Menschen gibt. Dennoch schaffen Zertifizierungen und externe Audits - bei uns oft mehrfach über verschiedene Zertifizierungsstellen (zB. FAIRTRADE und GOTS im Textilbereich) - mehr Sicherheit und Glaubwürdigkeit. Mißbrauch wird in der Regel schnell entdeckt, sanktioniert und bereinigt.
  • Distanz erschwert Kontrolle - wir können aufgrund der weltweit verstreuten Produktionsorte nicht ständig selbst vor Ort sein.
  • Unabhängige Spezialist*innen wissen, worauf sie bei Audits achten müssen. So können wir vom Fachwissen der Zertifizierungsorganisation profitieren und uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren.
  • Gegenseitige Absicherung - für die Produzent*innen und für uns
  • Gewährleistung von Qualität sowohl des Produkts als auch der Fertigungsprozesse
  • Sicherheit für Kund*innen durch unabhängige Zertifizierungen von neutralen Stellen.

ZERTIFIKATE FÜR FAIREN HANDEL

GÖTTIN DES GLÜCKS verlangt von ihren Produktionspartner*innen mindestens eines der folgenden Siegel:

FAIRTRADE (FLO)

FAIRTRADE INTERNATIONAL (FLO International e.V.) ist eine internationale Dachorganisation für fairen Handel mit 21 nationalen Fair Trade Organisationen. Sie vergibt das FAIRTRADE Siegel (in der Schweiz auch bekannt als Max Havelaar Siegel).

Im Gegensatz zur WFTO zertifiziert FAIRTRADE INTERNATIONAL Produkte bzw. Rohstoffe, nicht Organisationen, und vergibt dadurch auch Lizenzen über reine Fairhandelsorganisationen hinaus. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf landwirtschaftlichen Produkten, die in großen Mengen erzeugt und gehandelt werden, wie z.B. Kakao, Kaffee, Bananen oder auch Baumwolle.

Die von FAIRTRADE INTERNATIONAL vorgegebenen Standards beinhalten organisatorische und produktbezogene Kriterien und enthalten einerseits bereits zu erfüllende Vorgaben sowie Anforderungen an kontinuierliche Verbesserungen.

Grundlegend basieren die FAIRTRADE INTERNATIONAL Standards auf den vier Säulen:

  1. Fixer Minimumpreis für zertifizierte Rohstoffe 
  2. FAIRTRADE Prämie als Aufschlag auf den Rohstoffpreis zur Förderung von Erzeuger*innengemeinschaften
  3. Förderung und Aufbau langfristiger Handelsbeziehungen 
  4. Vorfinanzierungen (bis zu 60%)

Die Zertifizierung und Auditierung von Lizenzpartner*innen erfolgt durch die FLO-CERT GmbH.

Ebenso wie der GOTS Standard verlangt auch die FAIRTRADE Zertifizierung die Einhaltung der acht Kernarbeitsnormen der ILO (weiter unten beim GOTS Standard erklärt) entlang der gesamten Produktionskette.

HIER gehts zur Website von FAIRTRADE INTERNATIONAL.

WFTO​

Die WFTO ist ein globales Netzwerk von Organisationen des fairen Handels aus allen Teilen der Handelskette von Produktion bis hin zum Verkauf. Sie zertifiziert Organisationen, deren Kerngeschäft der faire Handel ist. Besonders attraktiv ist dies für Erzeuger*innen fair gehandelter Waren, die nicht in die Sparten der von FLO-CERT auditierbaren Produkte fallen, wie z.B. Kunsthandwerk. 

Für alle Mitgliedsorganisationen gelten die zehn Prinzipien des WFTO-Standards. Auf Basis dieser Prinzipien werden in diesem Standard genaue Kriterien vorgegeben, die verschiedenen Organisationen einzuhalten haben.

Das WFTO-Garantiesystem stellt die Einhaltung des Standards durch Selbsteinschätzung, gegenseitige Besuche anderer WFTO-Organisationen und Audits durch externe Organe sicher. 

HIER gehts zur Website der WFTO.

PRODUKTSPEZIFISCHE ZERTIFIKATE

Abhängig von den Anforderungen an die Produktgruppen des GÖTTIN DES GLÜCKS Sortiments verlangen wir zusätzlich zu einem der Zertifikate für fair gehandelte Waren noch mindestens die Erfüllung eines der folgenden Standards für Nachhaltigkeit.

FAIR RUBBER

Nicht alle landwirtschaftlichen Rohstoffe werden von der Fair Labelling Organisation e.V (FLO) erfasst. Dafür gibt es einfach zu viele natürliche Rohstoffe. Einer dieser Rohstoffe ist Naturkautschuk (flüssig: Latex), besser bekannt als Gummi. Er wird gewonnen aus dem Saft des tropischen Baumes „Hevea Brasiliensis“. Der Verein Fair Rubber e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, „einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Primärerzeuger*innen von Gummi zu leisten, indem er die Prinzipien des Fairen Handels auf den Handel mit Gummiprodukten anwendet.“ So steht es in der Satzung. Aber was heißt das?

Fairer Handel ist gut für die Produzent*innen

Fair Rubber ist gut für die Menschen. Gerade die Primärproduzent*innen von natürlichem Kautschuk, also die Gummizapfer*innen, die Plantagenarbeiter*innen und die Kleinbauern/bäurinnen, sollen die Möglichkeit haben, am Fairen Handel teilzunehmen. Doch die niedrigen Preise machen es ihnen unmöglich, sich und ihren Familien mit ihrer Arbeit ein auskömmliches Leben zu ermöglichen.

Fair Trade Prämie zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort

Hier setzt der Fair Rubber an: Durch das Zahlen einer Fair Trade Prämie von 0,50 € pro kg Kautschuk Trockenmasse (Dry Rubber Content, DRC) wird so weit wie möglich sichergestellt, dass auch bei niedrigen Weltmarktpreisen die Produktionskosten gedeckt sind. Darüber hinaus bleibt dank der Fair Trade Prämie ein kleiner Spielraum für Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen. Über die Verwendung dieser Prämie wird wie bei FLO entschieden: Über den Vorstand der Kleinbauern/bäurinnenvereinigung, oder bei Plantagen von einem Gremium, das aus ausgewählten Belegschaftsvertreter*innen und Delegierten des Managements besteht.

Alle GÖTTIN DES GLÜCKS Produkte aus Naturkautschuk wurden vom Fair Rubber e. V. zertifiziert, das sind z.B. Kondome, Period Cups oder die Elastikbänder unserer Unterwäsche.

HIER gehts zur Website der Fair Rubber e.V.

FSC

Das FSC® (Forest Stewardship Council®) setzt sich für die Förderung einer umweltfreundlichen, sozialförderlichen und ökonomisch tragfähigen Bewirtschaftung von Wäldern ein, sodass diese im Sinne der sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedürfnisse heutiger und zukünftiger Generationen genutzt werden und langfristig erhalten bleiben. Das Label sichert, dass entlang der gesamten Wertschöpfungskette nur FSC-zertifizierte und kontrollierte Materialien verwendet werden.

Für die Herstellung von FSC-zertifizierten Produkten können die folgenden Materialien eingesetzt werden: FSC-zertifizierte Mengen, kontrollierte Holzherkünfte oder Recyclingmaterial. Je nach FSC-Labeltyp ist erkenntlich, ob das Produkt nur aus FSC-zertifizierter Waldwirtschaft stammt (FSC 100 %), ausschließlich Recyclingmaterial (FSC recycled) eingesetzt wurde oder eine Mischung aus zertifizierten und kontrollierten Materialien (FSC Mix) verwendet wurde.

HIER gehts zur Website des FSC Deutschland.

GOTS

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische und qualitative Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und gleichzeitig die einzuhaltenden Sozialkriterien. Die Qualitätssicherung erfolgt durch eine unabhängige Zertifizierung der gesamten Textillieferkette. So werden nicht nur alle Instanzen der Lieferkette genauestens untersucht, sondern auch Rückstandsanalysen der fertigen Produkte, Zwischenstufen und Zutaten durchgeführt, um möglichst engmaschige Kontrollen zu gewährleisten. 

Fasern

Nur Naturfasern aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) können GOTS zertifiziert werden. Produkte müssen mindestens zu 95% aus diesen Kriterien entsprechenden Fasern bestehen, um in der höchsten Stufe GOTS ORGANIC zertifiziert werden zu können. Für Produkte mit 5-30% anderen Fasern sieht der Standard eine Zertifizierung der zweiten Stufe mit der Angabe "hergestellt aus x% kbA/kbT Fasern" vor. Die möglichen beimischbaren Fasern sind hierbei auch klar vorgegeben. 

Umweltkriterien

Es gibt genaue Vorgaben, wie Produktionen mit Rohstoffen und Produktionsmitteln zu verfahren haben, zum Beispiel für:

  • das Handling verschiedener Fasertypen (strenge Trennung von kbA/kbT und konventioneller Ware) 
  • die Anwendung chemischer Hilfsmittel: Sämtliche zugelassene Hilfsmittel müssen vor dem Einsatz hinsichtlich Toxizität und biologischer Abbaubarkeit überprüft und freigegeben werden. 
  • Nicht zugelassen sind problematische Stoffe wie zum Beispiel Schwermetalle, Formaldehyde, Azofarbstoffe oder Chlorbleiche udgl. oder umweltschädliche Verfahren wie Ätzdrucke
  • Auch Zubehör wie Kurzwaren oder Verpackungsmaterial muss strengen Vorgaben entsprechen.
  • Produktionsprozesse werden genauestens überwacht und dokumentiert.
  • Nassveredlungsverfahren müssen genau nachweisen, wie sie mit dem genutzten Wasser und den anfallenden Abwässern und Schlacken verfahren und auch hier genaue Kriterien erfüllen.
  • Alle Betriebe müssen über ein eigenes Umweltschutzprogramm mit Zielvorgaben und -verfahren verfügen, um Abfälle und Abwässser zu minimieren.
  • Kriterien für technische Qualität und Humantoxizität
  • technische Qualitätsanforderungen, wie z.B. Schweiß-, Reib-, Licht- und Waschechtheit sowie Einlaufwerte, müssen erfüllt werden.
  • strenge Grenzwerte für unerwünschte Rückstände müssen bei Rohstoffen, Zwischenprodukten, fertigen Textilprodukten sowie Zutaten und Accessoires gleichermaßen eingehalten werden.

Soziale Kriterien nach ILO

Alle Verarbeiter*innen und Hersteller*innen müssen alle sozialen Kriterien auf Grundlage der acht Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) erfüllen. Sie müssen in diesem Zusammenhang über ein soziales Managementsystem verfügen, das die Einhaltung der sozialen Kriterien sicherstellt. 

Die acht Kernarbeitsnormen der ILO beinhalten folgende Themenbereiche:

  • Zwangsarbeit (ILO Übereinkommen 29)
  • Vereinigungsfreiheit und Vereinigungsrecht (ILO Übereinkommen 87)
  • Recht zu Kollektivverhandlungen (ILO Übereinkommen 98)
  • Gleichheit des Entgelts (ILO Übereinkommen 100)
  • Abschaffung der Zwangsarbeit (ILO Übereinkommen 105)
  • Diskriminierung (ILO Übereinkommen 111)
  • Mindestalter (ILO Übereinkommen 138)
  • Kinderarbeit (ILO Übereinkommen 182)

HIER gehts zur Website der ILO.

HIER gehts zur Website des GOTS Standards.

HALAL

„HALAL“ wird aus dem Arabischen mit „erlaubt“ oder „zulässig“ übersetzt. Einem/r Muslim*a ist das Essen von Schweinefleisch und dessen Nebenprodukten, von Blut und der Genuss von berauschenden Getränken (Alkohol) verboten. Aber auch Tiere, die nicht regelgerecht geschlachtet wurden, sind für Muslime*as nicht verzehrbar oder dürfen von ihnen nicht aufgenommen werden.

Der Mensch nimmt Nährstoffe nicht nur über den Mund, sondern in Form von Kosmetik auch über die Haut auf. Für Muslime*as ist es darum notwendig, dass bei der Herstellung von Kosmetik auf die „verbotenen“ Stoffe verzichtet wird und die Produktionsstätte und Geräte nicht durch sie kontaminiert wurden. Was bedeutet das konkret?

  • Es dürfen nur nachweisbare HALAL-konforme Inhaltsstoffe in dem zertifizierten Produkt verwendet werden
  • HALAL-konforme Rohstoffe dürfen nicht mit nichtkonformen Rohstoffen vermischt werden
  • HALAL- konforme Halbfertigwaren dürfen nicht mit nichtkonformen Halbfertigwaren vermischt werden
  • Weder im Rohstofflager noch bei der Herstellung darf eine Kreuzkontamination stattfinden
  • HALAL-konforme Fertigprodukte dürfen nicht mit nichtkonformen Fertigprodukten vermischt werden
  • Reinigungsmittel und sonstige Hilfstoffe dürfen den HALAL-Status nicht gefährden
  • Alle Produkte müssen rückverfolgbar sein

Wenn Sie auf die INCI-Listen der GÖTTIN DES GLÜCKS Kosmetik-Produkte schauen, werden Sie zum Beispiel bei einigen Produkten Cetearyl Alkohol als Inhaltsstoff finden. Dies ist ein Fettalkohol, der als Emulgator dient und die Haut glatt und geschmeidig macht. Er ist pflanzlichen Ursprungs und im Vergleich zu Ethanol „HALAL“. Die meisten in Europa lebenden Muslime*as finden vor Ort kaum HALAL-Kosmetikprodukte, das Siegel erleichtert das Auffinden geeigneter Produkte. 

HIER gehts zur Website der HALAL Zertifizierung.

NATRUE

NATRUE ist ein 2007 gegründeter, internationaler, nicht gewinnorientierter Verband mit Sitz in Brüssel. Sein Ziel besteht darin, Natur- und Biokosmetik weltweit zu schützen und zu fördern. Mit dem NATRUE-Siegel zertifizierte Produkte werden immer so natürlich wie möglich hergestellt. Es gibt drei Kategorien:

  • Naturkosmetik mit Vorgaben zu Inhaltsstoffen und Verarbeitung
  • Naturkosmetik mit Bioanteil, dabei müssen 70 Prozent der Inhaltsstoffe biologisch oder aus biologischer Wildsammlung stammen
  • Biokosmetik, dabei müssen 95 Prozent der Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologisch oder aus kontrolliert ökologischer Wildsammlung stammen

Das bedeutet für unsere Kosmetik:

  • ausschließliche Verwendung natürlicher und biologischer Inhaltsstoffe
  • Sanfter Herstellungsprozess
  • Umweltfreundliche Praktiken
  • Verzicht auf synthetische Duft- oder Farbstoffe
  • Verzicht auf Inhaltsstoffe aus der Erdölchemie, Silikonöle und -derivate
  • Verzicht auf gentechnisch modifizierte Inhaltsstoffe
  • Verbot von Tierversuchen
  • Verzicht auf Bestrahlung von Endprodukten oder pflanzlichen Inhaltsstoffen

HIER gehts zum NATRUE Standard.

PeTA

PeTA (People for the ethical Treatment of Animals) ist die größte Tierrechtsorganisation weltweit und kämpft heute unter anderem gegen Massentierhaltung, Tierversuche oder Pelztierhaltung. Sie listet alle Marken auf, die schriftlich zugesichert haben, dass keine Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben werden.

PeTA nimmt ausschließlich Firmen mit den besten Richtlinien gegen Tierversuche in die Positiv-Liste auf. Dies sind Unternehmen, deren Firmenpolitik klar Stellung gegen Tierversuche bezieht und die so dabei helfen, Tierversuche zu vermeiden und in Zukunft vollständig abzuschaffen.

GÖTTIN DES GLÜCKS Kosmetikprodukte unseres Lizenznehmers FAIR SQUARED enthalten keinerlei Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs, wie zum Beispiel tierische Haut, Fell, Fleisch, Körperteile, Honig, Bienenwachs, Seide sowie deren Nebenprodukte.

HIER gehts zur Website der PETA. 

THE VEGAN SOCIETY

Das Siegel des internationalen Vereins „The Vegan Society“ mit Sitz in Birmingham findet man global nicht nur auf Kosmetikprodukten, sondern auch auf Lebensmitteln, Kleidung, Reinigungsprodukten und anderen Produkten. Es garantiert, dass keinerlei tierische Substanzen enthalten sind. Hier ein Auszug des Standards:

  • Tierische Inhaltsstoffe: Hersteller*innen und/oder Produzent*innen des zertifizierten Produktes dürfen keine Tierprodukte oder tierischen Nebenprodukte im Produkt oder bei der Herstellung des Produktes verwenden.
  • Tierversuche: Die Entwicklung und/oder die Herstellung des Produktes darf keine Tierversuche miteinbeziehen oder miteinbezogen haben. Weder im eigenen Namen des Unternehmens noch in dem von anderen Parteien, die das Unternehmen kontrollieren.
  • Genetisch veränderte Organismen: Die Entwicklung und/oder die Herstellung von genetisch veränderten Organismen darf keine Gene von Tieren oder von Tieren stammende Substanzen miteinbeziehen oder miteinbezogen haben. Produkte, deren Gene verändert wurden, müssen als diese gekennzeichnet werden.

Die European Vegetarian Union schätzt, dass der Anteil vegetarisch lebender Menschen in Europa zwischen 2 % bis 10 % liegt. Der größere Teil davon sind Frauen (das Verhältnis von Frauen zu Männern liegt bei 4,3 zu 1). Die Nachfrage nach tierfreien Produkten stieg in den letzten Jahren rasant. Dabei ist gerade bei den Jüngeren der Trend anhaltend. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmen Mintel kauft mittlerweile jede/r Fünfte der 16- bis 24-jährigen Fleischalternativen. Ethisch motivierte Vegetarier*innen und Veganer*innen achten darauf, dass ihre Kosmetik frei von Tierprodukten und Tierversuchen ist. Daher ist es wichtig, dass die ganze Liefer- und Produktionskette entsprechend vegan umgesetzt ist. Dazu gehört auch der tierfreie Leim bei Verpackungen und Klebebändern oder das Nichteinsetzen von Tieren bei der Rohstoff-Ernte.

HIER gehts zur Website der Vegan Society. 

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