Produktneuheit am Markt!!!

Produkt Produktion

Was hat die Göttin mit Sojamolke zu tun und was die Sojamolke mit FAIRTRADE?

Noch ist das ein Geheimnis, aber nächste Woche wird es gelüftet! Eins können wir euch aber jetzt schon verraten: Es wird ein neues Produkt auf Basis von Sojamolke auf den Markt kommen, das es bis dato so noch nicht gab! Um die Spannung etwas erträglicher zu machen, wollen wir uns bis dahin mit der Entstehung von Sojamolke beschäftigen.

Die Sojamolke ist ein Nebenprodukt, das bei der Tofuherstellung anfällt. Der Hauptrohstoff bei der Tofuproduktion sind getrocknete Sojabohnen, die einige Stunden im Wasserbad eingeweicht und anschließend vermahlen werden. Die überschüssigen Schalen- und Faserstoffe werden danach mit einem Sieb entfernt. Übrig bleibt ein milchfarbener, eiweißreicher Sojabohnensaft - die „Sojamilch“. Durch Hitzezufuhr und Beimengung eines Gerinnungsmittels entsteht wie bei der traditionellen Käseherstellung der Eiweiß-Bruch, Tofu genannt, und zum anderen die Molke.

Wie schmeckt Sojamolke?

Wie Tofu schmeckt, wissen viele. Wie Sojamolke schmeckt, wissen die wenigsten. Warum, können wir euch verraten: Weil Sojamolke nicht besonders gut ist, sie schmeckt eher bitter. Der Grund dafür: Die Bitterstoffe des Gerinnungsmittels (Meersalz oder Kalk) verbleiben bei der Fällung (wo Tofubruch und Molke entstehen) in der Molke, während sie aus dem Tofu mit viel frischem Wasser ausgeschwemmt werden. Daher wird Sojamolke im Gegensatz zu anderen Molken sehr selten als Basis für Getränke verwendet. Was macht man also mit Sojamolke? Gute Frage! Das haben wir uns auch gefragt und ein bisschen recherchiert: Privatpersonen, die Tofu in kleinen Mengen für den Eigenverbrauch herstellen, verwenden die Sojamolke zum Putzen, zum Backen oder schütten die Molke einfach ins Badewasser, weil Sojamolke die Haut wunderbar weich macht. In der industriellen Produktion von Tofu fallen riesengroße Mengen an Sojamolke an, die meistens direkt entsorgt werden, weil die Maschinen technisch gar nicht dafür konzipiert sind, das „Abfallprodukt“ Molke zu sammeln. Manchmal gelangt Molke in Gärwerke und wird zur Stromerzeugung genutzt. Der grundsätzliche Nachteil: Sojamolke hält nicht lange, maximal zwei Wochen. All dies sind Gründe, warum wir glauben, dass sich Sojamolke als Rohstoff noch nicht durchgesetzt hat. Das fanden wir sehr schade.

Daher haben wir gemeinsam mit der Sojarei Vollwertkost GmbH, Österreichs größtem Biotofu- Hersteller mit Sitz in Traiskirchen, etwas nachgedacht, ein paar Produktideen entwickelt und mit den technischen Produktionsmöglichkeiten unseres FAIRTRADE Lizenzpartners Fair Squared GmbH in Köln abgestimmt. Und tatsächlich! Es gelang, ein Produkt zu entwickeln, das nun – IN ALLER KÜRZE!!! – auf den Markt kommt. Das Produkt ist schon fertig, aber die Verpackung wird gerade noch produziert. Wir freuen uns riesig, hoffen, dass wir nächste Woche damit online gehen können und sind schon sehr sehr gespannt, was ihr dazu sagt!

Winwin - Sojarei als Kooperationspartner

Dieses Kooperationsprojekt ist so wunderschön, weil es zukunftsweisend ist. Sojarei als regionaler Lebensmittelhersteller hat sich dem schonenden und wertschätzenden Umgang mit Ressourcen und Umwelt, dem gesundheitlichen Mehrwert von Lebensmitteln und einer Steigerung des Gemeinwohls verschrieben. Es werden ausschließlich Sojabohnen aus Österreich - gentechnikfrei und in BIO Qualität - verarbeitet. Die Produktion erfolgt zu hundert Prozent vegan. Selbstverpflichtungen wie Verantwortung für Mitmenschen und Umwelt, aber auch gegenseitiges Vertrauen werden jeden Tag aufs Neue gelebt und gehen weit über die üblichen Standards und Vorschriften im Bio-Lebensmittelbereich hinaus. Regionale Kreisläufe erhalten Arbeitsplätze, die Wertschöpfung bleibt in der Region, die Umwelt wird geschützt. Eine Zero-Waste- Politik ist das Ziel, welche sich in zahlreichen Projekten zur Abfallvermeidung spiegelt. Jede sinnvolle Weiterverwertung der Nebenprodukte ist Sojarei ein Anliegen, weil sie einen Mehrwert für Mensch und Umwelt darstellt. In diesem Sinne wird das Nebenprodukt Okara seit Jahren als Futtermittel, aber auch als Bestandteil in Gebäck, als Suppeneinlage oder für vegane, faschierte Laibchen verwendet. Bei der Molke fand sich bis dato noch keine sinnvolle Anwendung. Mit dem neuen göttlichen Produkt könnte diese Lücke geschlossen werden. „Dass unser Kuppelprodukt, die Molke, sinnvoll weiterverwendet werden kann, war ein großes Anliegen unsererseits und wir haben seit Jahren darauf gewartet, die richtige Idee und den richtigen Partner zu finden. Wir finden es großartig, dass dies nun gelungen ist und fühlen uns somit bestärkt unsere Philosophie des umweltschonenden Ver- und Bearbeitens weiterhin zu verfolgen.“ sagt dazu Ernst Ternon, Geschäftsführer der Sojarei.

Die Verbindung mit FAIRTRADE

Im Moment können wir die großen Mengen der bei Sojarei anfallenden Molke noch nicht verarbeiten. Aber das ist auch erst der Anfang. Wir betreten mitten in der Corona Krise mit einem neuen Produkt den Markt. Nicht unbedingt der günstigste Zeitpunkt für eine Produkteinführung. Auf der anderen Seite: Wir haben dieses schwierige Jahr genutzt, um die grundsätzliche Idee, Sojamolke als Rohstoff zu verwenden, bis hin zur Produktreife zu bringen. Nächste Woche starten wir und wir freuen uns sehr darauf. Das neue Produkt wird es in vier verschiedenen Sorten geben, FAIRTRADE und BIO zertifiziert (restliche Komponenten) und wie gewohnt plastikfrei und CO2 neutral. Und wir haben schon einige neue Ideen, was wir aus „unserem“ neuen Rohstoff noch alles machen wollen. STAY TUNED!

Ab nächster Woche in unserem Online Shop!!!

TIPP: Am 23.12. werden drei Kombipacks der neuen Molkeprodukte im Online- Adventskalender von FAIRTRADE Österreich verlost!


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