Haarseife - Herstellung, Anwendung und warum sie kein Shampoo ist

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Haarseife, ist das nicht dasselbe wie festes Shampoo? Nicht wirklich. Wir geben euch hier eine kleine Übersicht über die Herstellung der GÖTTIN DES GLÜCKS Haarseife, die Unterschiede zu Shampoo sowie Tipps und Tricks für die Anwendung und Lagerung unserer FAIR TRADE Haarseife

Herstellung

Unsere FAIR TRADE Haarseife wird im Kaltrührverfahren hergestellt. Hierfür werden wertvolle FAIR TRADE Pflanzenöle unter Zugabe einer Lauge verseift, ohne zu sieden. Durch dieses schonende Verfahren bleiben wertvolle Inhaltsstoffe der verwendeten Zutaten erhalten. Für die GÖTTIN DES GLÜCKS Seifen passiert das übrigens in der kleinen hauseigenen Seifenwerkstatt unseres Produktionspartners FAIR SQUARED.

Haarseife reinigt durch diese verseiften Öle und Fette. Je nach Sorte verbleibt in der Seife auch ein Anteil an Ölen, die nicht verseift wurden und bei der Wäsche im Haar verbleiben, wo sie pflegend wirken. Diese nicht verseiften Öle nennt man auch Überfettung und sie haben einen großen Einfluss darauf, wie das Haar nach der Wäsche mit Haarseife wirkt. Haarseifen haben übrigens generell einen eher geringen Anteil an Überfettung (im Vergleich zu Hand- und Körperseifen), um das Haar nicht fettig zurück zu lassen – die Kopfhaut ist bei der Haarwäsche mit Haarseife auch mit weniger Fett zufrieden, da Haarseife keine Tenside enthält (siehe unterhalb bei "Unterschiede zu Shampoo"). Körperseifen hingegen enthalten oft mehr überschüssige Fette für die Hautpflege, da die Haut des Körpers mehr Fett verträgt. Der andere Einflussfaktor ist die Wasserhärte, aber hierzu mehr im Abschnitt Anwendung.

Als weiteren pflegenden Inhaltsstoff enthalten unsere Haarseifen übrigens Bier, das für mehr Glanz und Kraft im Haar sorgt und bereits seit der Antike zur Haarpflege verwendet wurde.

Unterschiede zu Shampoo

Shampoos (auch Naturkosmetikshampoos) reinigen das Haar, indem sie mithilfe der enthaltenen Tenside die Haare von überschüssigem Talg befreien. Nicht alle Tenside sind jedoch gut für Haut und Haar. Oft ist trockene, juckende Kopfhaut ein Zeichen für die Nutzung zu intensiver Tenside in der Haarpflege. Haarseife enthält keine Tenside und ist daher schonender zu Haut und Haar. Die enthaltenen Inhaltsstoffe fördern das natürliche Milieu der Kopfhaut und erhalten somit das Eigenfett, wodurch Haarseife wesentlich milder wirkt als Shampoo.

Herkömmliche Shampoos enthalten zudem oftmals Silikone, synthetische Tenside oder Konservierungsstoffe, die die Umwelt belasten und nicht immer gesund für den menschlichen Organismus sind. In Naturkosmetik sind diese Stoffe natürlich nicht erlaubt!

Ein weiterer Vorteil von fester Haarpflege (dies gilt natürlich auch für feste Shampoos) ist, dass sie ohne Plastikverpackung auskommt, ergiebiger als die flüssigen Varianten und somit natürlich auch umweltfreundlicher ist.  

 Schaf Timmy mit Haarseife für empfindliche Kopfhaut

auch unser Büroschaf Timmy schwört auf unsere Haarseife für empfindliche Kopfhaut :) 

Die Umstellung von Shampoo zu Haarseife

Durch den unterschiedlichen Waschvorgang reagieren die Haare und Kopfhaut gerne erst einmal etwas eigen auf die Umstellung auf Haarseife. Doch bevor ihr die Seife jetzt wieder Seife sein lasst, gebt euren Haaren ein bisschen Zeit.

Bei den meisten Nutzer*innen dauert es ein paar Wäschen, bis die Haare und die Kopfhaut sich an die Wäsche mit Haarseife gewöhnt haben und das Pflegeregime gut mit der Wasserhärte vor Ort abgestimmt ist. Zudem dauert es auch in der Regel einige Haarwäschen lang, bis Rückstände zuvor verwendeter Pflegeprodukte ausgewaschen sind.

Es kann natürlich auch sein, dass genau die erworbene Seife doch nicht so gut funktioniert und vielleicht eine andere Seife mit anderen Inhaltsstoffen besser geeignet ist. Wie auch bei Shampoo können Haarseifen individuell sehr unterschiedlich gut funktionieren und die jeweiligen Inhaltsstoffe unterschiedlich gut vertragen werden. Aus Erfahrung können wir aber zum Beispiel sagen, dass Haarseife bei Menschen mit empfindlicher Kopfhaut besser funktionieren kann als Shampoo, da die im Shampoo enthaltenen Tenside die Kopfhaut reizen können.

Übrigens: auch wenn ihr gefärbte Haare habt, sollte die Umstellung auf Haarseife normalerweise kein Problem darstellen. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, fragt aber noch einmal bei eurem Friseur*in nach, ob die verwendete Haarfarbe sich mit basischer Haarseife verträgt. Es gibt so viele verschiedene Färbeprodukte am Markt, dass es nie ausgeschlossen werden kann, dass sich unsere FAIR TRADE Haarseife doch einmal mit einem davon nicht verträgt.

Anwendung

Die Haarseife wird mit etwas Wasser entweder direkt auf dem Haar oder in den Händen (hier kann übrigens auch ein Seifensäckchen hilfreich sein, um die Schaumbildung zu erleichtern) aufgeschäumt und dann gleichmäßig im nassen Haar vom Ansatz bis zu den Spitzen verteilt. Haarseife schäumt nicht so stark wie die meisten festen Shampoos, da sie keine Tenside enthält. Nachdem die Seife gut im Haar verteilt wurde, muss sie gründlich ausgewaschen werden, damit möglichst wenige Seifenrückstände im Haar verbleiben.

Seife und hartes Wasser

Wichtig zu wissen ist hierbei, dass Seife sich bei kalkhaltigerem Wasser mit dem Kalk aus dem Wasser verbindet. Die Härte des Wassers in eurem Wohnort ist abhängig von den Mineralien, die das Wasser aus dem Boden aufnimmt, und lässt sich bei eurem Wasserlieferanten erfragen.

Durch die Kalkbindung bildet sich Kalkseife, die das Haar nach der Wäsche rauher und griffiger, bis zu stumpf wirken lässt. Je nach Haartyp und Vorlieben kann ein bisschen extra Griff zwar auch von Vorteil sein, zum Beispiel für Flechtfrisuren. Allerdings ist dieser Effekt meistens nicht so wünschenswert. Um dem entgegen zu wirken, gibt es aber einen ganz einfachen Trick: die saure Rinse.

Wie mache ich eine saure Rinse?

Statt mit normalem Leitungswasser wird die Haarseife mit einer sauren Lösung ausgewaschen. Das hört sich jetzt kompliziert an, ist es aber im Prinzip nicht. Für eine saure Rinse vermischt ihr einfach Apfelessig oder Zitronensaft mit kühlem Leitungswasser – 3 Esslöffel auf einen Liter Wasser ist ein gutes Mischverhältnis – und spült damit gründlich die Haarseifenreste aus dem Haar. Ein Nachspülen ist nicht nötig. Falls euch der Geruch von Apfelessig abschreckt, macht euch keine Sorgen: Nach dem Trocknen der Haare ist er verflogen. Die saure Rinse sorgt dafür, dass euer Haar auch bei der Haarseifenwäsche mit kalkhaltigem Wasser leicht kämmbar und glänzend wird.

Erfahrungsgemäß ist eine saure Rinse übrigens auch bei relativ weichem Wasser ab und zu von Vorteil. Das hängt aber immer auch von den persönlichen Voraussetzungen ab, wie dem Haartyp und der verwendeten Seifenmenge.

Lagerung von Haarseife

Haarseife sollte, wie feste Seife generell, trocken gelagert werden. Eine Seifenschale mit Abtropfmöglichkeit empfiehlt sich hier besonders.

Für die Aufbewahrung der Haarseife funktioniert natürlich auch eine Box mit Deckel, da sie ja nicht ständig griffbereit sein muss. So kann der Behälter verschlossen werden, sobald das Seifenstück wieder trocken ist. Das ist dann auch praktisch, um die Seife auf Reisen mitzunehmen. Und noch ein Tipp: Manche Nutzer*innen schneiden sich auch einfach vor der Haarwäsche eine eigene kleine Portion von der Haarseife herunter, die sie dann für die jeweilige Wäsche verwenden. So bleibt das Hauptstück der Haarseife schön trocken und hält insgesamt länger. 😊 Die Größe der jeweiligen Portion ist abhängig von der persönlichen Vorliebe und dem jeweiligen Haar.


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